Tunnelöfen sind Konvektionsöfen, die es ermöglichen, elektrostatisch pulverbeschichtete Werkstücke in der Regel innerhalb von 10 Minuten bei 180-200°C auszuhärten, und werden in Pulverbeschichtungsanlagen eingesetzt. Um die Polymerisation und Aushärtung der den Ofen durchlaufenden Werkstücke zu gewährleisten, wird dieser in einer für die Fördergeschwindigkeit geeigneten Länge ausgelegt. Bei der Auslegung der Ofenabmessungen werden jedoch die geometrischen Formen und das Gewicht der Werkstücke berücksichtigt.
Diese Öfen sind förderfähig, die Produktein- und -auslässe werden entsprechend den größten Werkstückabmessungen ausgelegt. Die Öfen können als Tunnel-, U-, S- oder M-förmige Öfen entsprechend den größten Werkstückabmessungen und den Werkstattabmessungen ausgelegt werden.
Die Beheizung der Öfen erfolgt mit Elektrizität, flüssigem oder gasförmigem Brennstoff.
AUFBAU DES OFENS
Der Pulverbeschichtungsofen in Tunnelform besteht aus einem Ofenkörper aus Sandwichpaneelen, die mit 150 mm dicker Steinwolle gefüllt sind, einem Ofenheizsystem, einem Umwälzgebläse und einer Wärmetauschereinheit mit Brenner für Öfen, die mit Gas/Diesel beheizt werden, oder einer elektrischen Widerstandswärmetauschereinheit für Öfen mit elektrischer Quelle. Luftschleier am Ein- und Ausgang des Ofens verhindern, dass heiße Luft aus dem Ofen an die Umgebung abgegeben wird. Der Temperaturregler ist digital und leicht einstellbar, ein Notthermostat dient der Sicherheit.
FUNKTIONSPRINZIP
Die von den Umluftgebläsen erzeugte Luft strömt durch die Heizkammer und überträgt die Heizenergie mit höchstem Wirkungsgrad auf den Feuerraum.